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  Vorbild
 

Warum das BW Hamburg Berliner Bahnhof, kurz Hamburg Berl. (Hauptbahnhof) ?

Dieses heute nicht mehr, oder nur noch in Rudimenten existierende hamburger Bahnbetriebswerk hat mich schon seit meiner Kindheit fasziniert, weil man von der Lippeltstraße über den Mittelkanal direkt ins BW sehen konnte.
Technisch und für die Modellumsetztung ist es sehr interessant, da hier auf sehr engen Platzverhältnissen eine Drehscheibe und eine Schiebebühne vorhanden waren.
Leider habe ich durch das 'Pech der späten Geburt' die Dampflokzeit dort verpasst, aber kann mich noch gut an die vielen V200 Anfang der 70er Jahre erinnern.


Geschichte:
Die BHE (Berlin-Hamburger Eisenbahn) eröffnete am 15.12.1846 die Strecke Berlin - Hamburg. In Hamburg wurden die Anlagen der bereits bestehenden Hamburg- Bergedorfer Eisenbahn miteinbezogen und deren Endbahnhof zum Berliner Bahnhof umgebaut. Der Berliner Bahnhof wurde zudem mit Güter- und Wagenschuppen sowie einer Betriebswerkstätte für Lokomotiven ausgestattet. Letztere lag direkt an der Amsinckstraße gleich westlich des Mittelkanals.




Die LBE erreichte 1865 Hamburg und fuhr den Lübecker Bahnhof an, der nördlich der Spaldingstraße lag und ebenfalls mit eigener Lokwerkstätte ausgerüstet war. Hinter dem Lübecker Bf schwenkte die Gleisführung nach Süden in den Güterbahnhof der LBE, genannt Hbg Güterbf LB. Dieser war mit einem Gleis, daß die Amsinckstr. und den Amsinckkanal kreuzte, mit dem Berliner Bahnhof verbunden.


Die Lübecker Züge erreichten den LBE Bf von Nordosten her über Wandsbek.

Mit Errichtung des Hauptbahnhofes 1906 bzw. dem Vertrag dazu von 1898 fand man zwischen pr. Staatsbahn und LBE ein 'Agreement' zur gemeinsamen Nutzung des BW's. Die alten Lokbehandlungsanlagen der LBE an der Spaldingstr. wurden aufgegeben.
Die Staatsbahn übernahm die Immobilie und gewährte dafür der LBE erst die Schuppenstände 1-8 (1907), und dann 1910 auch die Stände 9+10 zur Nutzung.
Beide Gesellschaften hatten übrigens streng getrennte Kohlenlager über deren Nutzung es diverse Rechtsstreitigkeiten gab!



Auf dem Plan ( ca. 1916) sieht man sehr schön rechts neben dem Ringlokschuppen das Kohlenlager
der LBE und parallel unterhalb der Drehscheibenzufahrtsgleise das Staatsbahnkohlenlager


Mit der Verstaatlichung der LBE 1938 erübrigte sich weiterer Streit.
Das BW beheimatete schon immer Lokomotiven für den Vorortverkehr und Rangiermaschinen, vor 1918 auch Personenzugloks.
In den 20er Jahren überwiegend die Baureihe 74, ab 1924 immer mehr BR 78, in der 30er Jahren BR 91 und in den 40er Jahren auch BR 64.
Ab 1.Mai 1951 wurde das BW Hamburg Berl. in Hamburg Hauptbahnhof umbenannt.
Am 31.5.66 wurden die letzten eigenen Maschinen, BR 78, nach HH Altona umgesetzt bzw. ausgemustert.
Das BW selber wurde aber weiterhin als Einsatz-BW für HH-Altona genutzt.
220/221er und später 218 aus Altona und Lübeck wurden hier noch lange abgestellt und betankt. (218 werden heute noch abgestellt)




Das BW ca. 1960



38 3017 als Heizlok vorm Schuppen 1967 (Bild von Peter Finke)



78 420 auf der Scheibe 1967 ( Bild von Peter Finke)







Skizze des BW HH 3 (so der Name seit 1985), nur Personaleinsatz.
Die Drehscheibe und der Ringlokschuppen sind weg. Dafür gibt es Sozialgebäude und 4 Abstellgleise. Nur der Rechteckschuppen an der ehem. Schiebebühne wurde restauriert und steht noch.



Der Schiebebühnenschuppen 2005
Dieser hatte ursprünglich 7 Stände. Der hintere Teil wurde abgerissen und heute
hat er noch die Fassade von 5 Ständen.





(Blick auf die ehemaligen Bekohlungsanlagen 2005)


3 Generationen Loks:
immer kurz vor der Brücke über den Schleusenkanal aufgenommen


38 3017 als Heizlok kurz vor dem Kanal, 1967 ( Bild von Peter Finke)



220 012 , 1980 Bild von Helmut Philipp



218-380 fast an der gleichen Stelle nur 37 Jahre später als die 38er, 2005

Übrigens war der Lokbahnhof Aumühle Außenstelle des BW HH-Berl.!

Im Zuge der Aufgabe des Dampflokbetriebs bei den Bw Altona und Rothenburgsort im Herbst 1972 wurden die z-Loks dieser beiden Bw dem Bw Hamburg Hbf bis zur Ausmusterung zugeteilt.




BW Ausfahrt 2004 in Höhe der ehemaligen Besandung:


Ich versuche die Anlagen des BW's in 1:160 möglichst originalgetreu zur Zeit der DRB/ DRG entsprechend nachzubauen. Kompromisse sind hier vor allem durch den zur Verfügung stehenden Platz und meine knapp bemessene Zeit vorprogrammiert (siehe Modell)

 
 

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